Wir Drei arbeiten alle mehrmals in der Woche vormittags oder nachmittags in drei verschiedenen Kindergärten. In diesem Post möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Eindrücke bezüglich des Kindergartens geben. Als ich das erste Mal im Kindergarten ankam um dort zu arbeiten, wurde ich sofort freundlich begrüßt und einer Gruppe zugewiesen. Die Kinder musterten mich erst sehr skeptisch. Als ich versuchte lustige Versteckspielchen mit ihnen zu machen guckten sie mich an als hätte ich einen Vogel. Aber ich hatte auch kaum Zeit mich ihnen zu nähern, denn dann wurde „zack zack zack“ in die Hände geklatscht und die Kinder mussten sich an die Wand stellen. Als alle ruhig waren ging es in den Essensraum und es gab Lunch: Kuchen und Kakau. So diszipliniert wie es in den einzelnen Räumen zuging, so undiszipliniert lief das Essen ab. Es wurde geschrieen, Essen herumgeworfen und jede Menge davon wanderte in den Mülleimer, da die Kleinen zum Beispiel den Zeitplan nicht einhielten oder einfach nur keinen Hunger mehr hatten. Danach wurden die Kinder umgezogen und mussten sich wieder an die Wand stellen. Währenddessen habe ich mit den Kindern, die nicht umgezogen wurden gespielt und herumgetollt, was jedoch sehr zweifelnd von den Erzieherinnen gemustert wurde. Mittlerweile hatten die Kinder aber schon Vertrauen zu mir gefasst, sodass drei in meinen Haaren hingen, drei auf meinem rechten und drei auf meinem linken Bein saßen. So konnte ich mit ihnen „Auto“ spielen.
Anschließend bekam jedes Kind eine Zeitung vor sich gelegt, womit sie sich dann beschäftigen durften. Die Erzieherinnen und ich haben währenddessen gebastelt. Als die Zeitungen dann vollkommen zerfetzt waren, ging es wieder an die Wand und danach erneut in den Essensraum. Dort gab es dann Abendessen (16:00 h.) und anschließend wurden die Kinder wieder umgezogen, sie bekamen ihren Rucksack auf und warteten dann bis zu einer Stunde bis sie abgeholt wurden. Als alle Kinder weg waren, wurde auf den Boden eine Folie geklebt und Spielzeug drauf gelegt. Kaputte Plastikinstrumente ( leere Shampooflaschen und Spülmittelbehälter,sowie kaputte Deosprays)und Ähnliches. Das Spielzeig für den nächsten Tag. Nicht jeder Tag lief natürlich so ab, doch das Konzept ist ungefähr immer gleich. An einem tag bekamen die Mädchen beispielsweise (anstelle von der Zeitungseinheit) Papierminiröcke und Papierbekinioberteile angezogen und mussten wie Prima Ballerinas tanzen, während die Jungen still zugucken mussten. Ich sitze meistens daneben, bastele mit den Erzieherinnen und spiele, sofern ich darf, ein bisschen mit den Kindern. Momentan bin ich dort also noch nicht eigenständig, was aber auch daran liegt, dass ich die Kleinen kaum verstehe und sie auch mein fehlerhaftes Portugisisch keineswegs richtig interpretieren. Ich hoffe, dass es mir erlaubt wird und auch postiv entgegen genommen wird, wenn ich in den kommenden Monaten auch meine eigenen Ideen miteinbringe undrealisiere. Denn auch wenn ich das momentan noch nicht ausdrücken kann, so habe ich doch viele Vorstellungen was ich mit den Kindern machen könnte.
(Anne-Sophie)
Hey Annchen,
AntwortenLöschenwow, das klingt interessant. Ganz anders, als man Kindergarten gewöhnt ist^^
Ich drück dir die daumen, dass du deine eigenen ideen einbringen darfst, zeig denen mal, wie richtig gespielt wird, und dass auch kinder basteln können ;)
lg, N.
hallo mausili!!!
AntwortenLöschendas freut mich für dich(euch)dass es so super ist...klingt wirklich gut..
vielleicht schreibt ihr bald was neues rein..ihr habt bestimmt schon ne menge erlebt...
ich vermisse dich ganz doll...
wünsche dir eine schöne zeit!!!
lieb dich*küsschen