Mittwoch, 22. September 2010

Vom Ländle ins Ausländle



Jetzt ist es also soweit… wir sind ganz lange ganz weit weg. Das ist einerseits natürlich sehr erschütternd und tragisch (für euch), aber auch sehr spannend und schön (für uns),oder nicht?
Raus aus dem kleinen, wohlbehüteten, verregneten und altbekannten Deutschland und rein ins Vergnügen.
Bunt, laut und groß empfing uns São Paulo. Allein in der Fremde wurden wir von einem ach so heimischen VW-Bulli holper die polter ins neue Heim gebracht. Dort begrüßten uns gleich stürmisch unsere zwei Hunde,  eine kleine Katze, sowie einige kleine Ameisen, die nun also auch zu unser hiesigen Familie gehören sollten. Wir erwarteten brasilianische Korruption und trödelnde Beamten, doch diese haben wir anscheinend in Deutschland zurück gelassen genauso wie noch zwei weitere Freiwillige, die dort  wegen ihrer Visumsprobleme mit ihnen zu kämpfen haben. Zur Zeit sind wir also vier Freiwillige hier, mal schauen wen die Zeit noch bringt.
Nach einer langen Eingewöhnungsphase („Ruht euch aus, gewöhnt euch ans Klima, seid vorsichtg mit dem Essen…“) fingen wir dann endlich an zu arbeiten. Unsere Arbeitswoche besteht im Moment darin, dass wir in den Kinderheimen, Kindergärten und in der Küche tätig sind.
Der Arbeit hier treten wir jeden Tag aufs Neue mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite sind da die süßen anhänglichen Kinder, die uns sofort in ihre Herzen schlossen, auf der anderen Seite begenet uns aber auch der ungewohnte brasilianische Umgang mit den Kindern. Doch nach knapp zwei Wochen Arbeit, wollen wir noch kein vorschnelles Urteil fällen und lassen das Neue erst mal auf uns wirken.
Neben der Arbeit machen es uns die vielen neuen Eindrücke schwer Deutschland zu vermissen. Da ist zum Beispien die freundliche Mentalität der Brasilianer welche uns sofort mit Küsschen auf die Wange begüßen. Oder das süße Rufen der Kinder „tia, tia“, was soviel wie Tante bedeutet.
Auch die Busfahrten lassen im wahrsten Sinne des Wortes unsere Herzen höher hüpfen. Nach manch einer langen Nacht haben wir uns dennoch gefragt, wie wir es schaffen bei so einem rasanten Fahrstil in einem Bus, der jeden Moment auseinander brechen zu scheint, schlafen zu können. Lag das wohl an unseren neuen Freund Caipirinha? Oder liegt es an der Stadt São Paulo die auf der einen Seite sehr hektisch und chaotisch ist, dessen Bewohner aber unglaublich ruhig und gelassen sind. Faszinierend ist auch, dass diese riesige Stadt mit Lärm und Müll mitten im größten Hochhausgebiet kleine grüne Fleckchen hat, die einen von dem Durcheinander abschirmen. Mitten in der Paulista stießen wir auf einen kleine Oase, einen Park in dem ein Regenwaldfeeling aufkam.
Wir freuen uns auf weitere Überraschungen, die diese Stadt und das Jahr hier uns zu bieten haben.

2 Kommentare:

  1. Hallo ihr Lieben,
    schön, dass es mit dem neuen Blog geklappt hat. aber bitte, bitte, iwr wollen Fotos!!!!
    euch eine super Zeit und viele neue Erfahrungen.
    Gruß Beate Haid

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  2. Hey hey,
    schön, dass ihr uns ein bisschen an euren Erlebnissen teilhaben lässt.
    Wollt ihr vielleicht noch eine Rubrik eröffnen, die über die Einrichtung informiert. Wie sie heißt, wie viele Mitarbeiter, in welchem Bereich der Stadt ect....
    fänd ich super!
    lieben gruß aus Wien

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